Miteinander reden - Miteinander lernen

Glaube und Kirche

Studientag: Anfänge der Reformation

Wie es aussieht, scheint in unseren Tagen weniger die reformatorische Rechtfertigungslehre trennend zwischen der evangelischen und der römisch-katho­li­schen Kirche zu stehen. Man denke nur an die am 31. Oktober 1999 in Augsburg unterzeichnete „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ zwischen dem Lutherischen Weltbund und der römisch-katholischen Kirche, welcher sich im Jahr 2006 auch der Weltrat der methodistischen Kirchen angeschlossen hat. Als trennend erweist sich vielmehr das jeweilige Kirchen- und Amtsverständnis.

Der Studientag möchte sich mit den Anfängen der Reformation auseinandersetzen, da sich bereits hier die bis heute bestehenden Differenzen abzeichnen. Hatte doch Luther sowohl in seinen 95 Thesen als auch beim späteren Verhör durch Kardinal Cajetan in Augsburg Kritik an der päpstlichen Schlüsselgewalt geübt.

Darüber hinaus soll gefragt werden, was evangelische und katholische Christen in ihrem Kirchenverständnis verbindet und was daraus für das Miteinander der Kirchen folgen könnte.

Schließlich wird uns die vielfältige Wahrnehmung von Luthers Auftritt vor Kaiser und Reich in der Kunst einen Vorgeschmack auf das Reichstagsjubiläum im Jahr 2021 geben.

Es ist möglich, die Vorträge auch einzeln zu besuchen. Ein detailliertes Programm mit Anmeldeabschnitt ist erhältlich bei der Evangelischen Erwach­se­nen­bildung.

Zeit: Samstag, 17. März 2018, ab 11.00 Uhr

11.00 Uhr:
Begrüßung und Eröffnung
(Prof. Dr. Werner Zager)

11.15 Uhr:
„Das heißt eine neue Kirche bauen …“
Luther und Cajetan in Augs­burg
(Prof. Dr. Klaus Unterburger, Regensburg)

12.30 Uhr:
Mittagspause

14.00 Uhr:
Von Kappen-, Platten- und Mantelträgern.
Luthers Theologie des kirchlichen Amtes
(Prof. Dr. Markus Wriedt, Frankfurt)

15.30 Uhr:
gemeinsames Kaffeetrinken

16.00 Uhr:
Ikonographie des Auftritts Luthers vor Kaiser und Reich.
Vom ersten Holzschnitt bis zu Hörls Wittenberger Plastik im Jahr 2010
(Prof. Dr. Albrecht Geck, Osnabrück)

Ende des Studientags gegen 17.30 Uhr

Ort: Rotes Haus, Paul-Gerhardt-Saal, Römerstraße 76, Worms

Gebühren: 10,00 Euro, inkl. Kaffee/Tee und Kuchen; Anmeldung erbeten

Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau, Römerstraße 76, 67547 Worms, Tel. 06241-87970

Moses – der Augen- und Ohrenzeuge Gottes

Bibelstudien zum 2. Buch Mose
(Exodus) und zum 5. Buch Mose (Deuteronomium)

Zielgruppe: Bibelstudien für alle interessierten Personen

Im Lager am Sinai.
Das Gespräch auf dem Gottesberg
Ex 19,1-25

Referent: Joachim Schiek

Gesprächsleitung: Thomas Rückert

Zeit: Montag, 5. März 2018, 20.00 Uhr

Die Zehn Gebote.
Zwei Gesetzesentwürfe?
Ex 20,1-17; Dtn 4,12-14 und 5,5-22

Referent: Holger Hieronimus

Gesprächsleitung: Günter Hammerle

Zeit: Montag, 16. (!) April 2018, 20.00 Uhr

„Kam Gott aus Ägypten?
Der Mann Mose und die monotheistische Religion
Theorien und Feststellungen von Sigmund Freud, Benedikt Isserlin, Israel Finkelstein u.a.
Ein Erläuterungsversuch anhand ausgewählter Texte.

Referent: Peter Iwand

Gesprächsleitung: Manfred Aichert

Zeit: Montag, 7. Mai 2018, 20.00 Uhr

Ort: jeweils Haus der Kirche, großer Saal, Seminariums­gasse 4-6, Worms

Gebühren: keine

Veranstalter:

YMCA-CVJM Worms, Christlicher Verein Junger Menschen, Bibelkreis, Tel. 06241-28217

Was sollen wir tun?

Albert Schweitzers Impulse zur ethischen und politischen Weltverantwortung

„Was sollen wir tun?“ Unter diesem Titel wurden 15 ethische Predigten Albert Schweitzers veröffentlicht, die er nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in der Straßburger Kirche St. Nicolai gehalten hatte. Ausgehend von diesen Predigten wollen wir danach fragen, welche Impulse zur ethischen und politischen Weltverantwortung uns der „Grand Docteur“, wie er in Lambarene genannt wurde, zu vermitteln vermag.

Es versteht sich von selbst, dass damit keine Patentrezepte für die ethischen und politischen Probleme unserer Zeit gegeben werden sollen. Sehr wohl können aber Anstöße zum eigenen Weiterdenken fruchtbar gemacht werden.

Der Vortrag möchte zur offenen Diskussion anleiten, die auf Augenhöhe zu führen ist und die auf die Kraft des Arguments vertraut, weshalb auf Diffamierungen konsequent verzichtet werden kann. Nur dies ist letztlich einer protestantischen Kirche würdig. Gilt hier doch als Leitmotiv das Luther-Wort: „Non vi, sed verbo – Nicht mit Gewalt, sondern mit dem Wort.“

Zielgruppe: alle interessierten Personen

Referent: Prof. Dr. Werner Zager

Dieser Vortrag wird in folgenden Kirchengemeinden gehalten:

1) Hillesheim: Donnerstag, 1. März 2018, 19.00 Uhr, Evang. Gemeindehaus, Dolgesheimer Straße 10a, Eingang über Bürgerhaus-Seite

2) Worms-Herrnsheim: Dienstag, 6. März 2018, 18.30 Uhr, Evang. Gemeindehaus, Höhenstraße 32

3) Westhofen: Mittwoch, 7. März 2018, 19.00 Uhr, Evang. Gemeindehaus, Am Markt

4) Osthofen: Donnerstag, 8. März 2018, 19.00 Uhr, Kleine Kirche, Eine-Welt-Café, Friedrich-Ebert-Straße 29

Gebühren: keine

Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung Worms-Wonnegau, Römerstraße 76, 67547 Worms, Tel. 06241-87970